Der lebendige Chor

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Ein Plädoyer für lebendige Chorarbeit – mit all ihren Vorteilen und Schwierigkeiten.

Chöre sind unterschiedlich. Das erlebe ich in meiner Arbeit als Stimmbildnerin im chorischen Umfeld immer wieder. Der eine Chor ist voller Freude und Elan dabei, hat Lust aus sich heraus zu gehen und klingt entsprechend frisch und motiviert.
Die Konzertbesucher sind begeistert von der Energie, die sich transportiert und hören gutmütig über den ein oder anderen falschen Ton hinweg. Ein anderer Chor singt vor allem „richtig“. Saubere Intonation und homogener Klang fallen auf, aber wenn man die Augen schließt, kann man kaum glauben, dass dort 45 Menschen gemeinsam singen, die vor und nach der Chorprobe laut, lebendig und fröhlich plaudern. Sie stehen beim Einsingen unbewegt, konzentriert und befolgen die Anweisungen des Chorleiters.
Während der Probenarbeit sitzen sie auf ihren Stühlen, die Gesichter hinter den Notenmappen versteckt und bemühen sich redlich das zu erfüllen, was der Chorleiter von ihnen verlangt.

Zwischen diesen zwei Szenarien sind alle Abstufungen möglich. Ich möchte an dieser Stelle ein Plädoyer für lebendige Chorarbeit halten – mit ihren Vorteilen und Schwierigkeiten natürlich.

Chor in Bewegung
Bewegung hilft beim Singen © viewingmalta.com

Warum singen Menschen in Chören?

Die allermeisten Chöre sind Laienchöre, in denen verschiedene Menschen aus Freude am gemeinsamen Singen und Klingen zusammenkommen. Die Art und Weise, wie sich in Deutschland Choralltag gestaltet, ist vermutlich einmalig.
Die Chormitglieder treffen sich pünktlich einmal wöchentlich mit ihren Mappen und gespitzten Bleistiften z.B. in einem Gemeindesaal, setzen sich nach Stimmfächern getrennt auf ihre Stühle und warten, was der Chorleiter mit ihnen vorhat. Stücke werden meist nach Noten eingeübt. Wenn das Stück halbwegs steht, erhebt sich der Chor von den Stühlen und singt einmal im Stehen, um sich danach für das nächste auf dem Plan stehende Lied wieder auf den Stühlen niederzulassen.

Für mich passt das mit dem Wunsch der Menschen nach Gemeinsamkeit, nach lebendiger Musik und Klangerlebnissen nicht immer zusammen. Deswegen möchte ich alle Chorleiterkollegen und auch Chorsänger ermutigen, sich in den Proben und auch in Konzerten mehr Freiheit zu gönnen. Ein paar konkrete Vorschläge habe ich im Folgenden zusammengestellt.

Singen ist Bewegung

Schon in meinem Artikel zum Thema „Stimmbildung im Chor“ habe ich ausführlich darüber geschrieben, dass Singen für mich immer mit Bewegung einhergeht. Erwachsene Menschen bewegen sich heutzutage wenig und meist widerwillig.
Dabei ist äußere und innere Beweglichkeit eine der wichtigsten Voraussetzungen des Singens. Menschen in Bewegung fühlen sich lebendiger und die Stimmen spiegeln genau das. Gerade im Hinblick auf rhythmische Sicherheit ist Körperarbeit immens wichtig.

Ein Rhythmus, der nicht körperlich gefühlt und verstanden ist, wird beim Singen nur schwer, im Zusammenklang mit anderen Stimmen, nur im Glücksfalle gelingen. Auch ich lasse meinen Chor ab und an sitzen. Aber die wichtige Arbeit sollte im Stehen und im Bewegen stattfinden. Den Chor immer wieder dazu zu ermuntern, bleibt allerdings für den Chorleiter eine Herausforderung. In vielen Köpfen – vor allem bei älteren Chormitgliedern – besteht der größte Teil der Chorprobe immer noch aus Sitzen.

Gemischt stehen – selber Verantwortung übernehmen

Gemischtes Stehen im Chor ist gut für den Klang. Das scheint langsam in mehr Chorleiterköpfen anzukommen. Stimmen klingen anders zusammen, wenn sie eingebettet sind in den Gesamtklang. Lineares Denken und Hören in der eigenen Stimme und Festhalten an den Nachbarn rechts und links führt häufig zu Intonationsdefiziten. (vgl. mein Artikel „Intonation und Zusammenklang“)

Verständlicherweise fühlen sich viele Chorsänger zunächst unsicher und allein, wenn sie nicht mehr direkt neben jemandem stehen, der die gleiche Stimme singt. Im Idealfall nehmen die Chormitglieder aber auch den veränderten Klang wahr und finden nach und nach Gefallen an der Tatsache, dass nun jeder für sich und seine Stimme aktiv Verantwortung übernehmen muss.

Damit die Chormitglieder sich an den gemischten Klang gewöhnen, lasse ich meinen Chor meist schon beim Aufwärmen gemischt stehen. Auch beim Erarbeiten neuer Stücke – vor allem wenn das ohne Noten, also nur übers Ohr geschieht – kann ich das wärmstens empfehlen. Die Aufmerksamkeit jedes Einzelnen erweitert sich auf den gesamten Raumklang und beschränkt sich nicht mehr nur auf einen Radius von knapp eineinhalb Metern um sich selbst herum.

Singen ohne Noten
Schafft auch Selbstvertrauen: Singen ohne Noten © viewingmalta.com

Noten weg, Ohren auf

Oben schon angedeutet, bin ich ein großer Freund des Einstudierens ohne Noten. Eine meiner Lehrerinnen sagte immer: „Wenn Du beim Singen mit Lesen beschäftigt bist, bist Du mit Lesen beschäftigt und nicht mit Singen.“

Diesen Satz zitiere ich gerne und häufig. Natürlich fordert auch das wieder die Chorsänger heraus. Gerade die älteren Menschen können sich nicht mehr so leicht Texte merken und fühlen sich dadurch gestresst.
Ich versuche es immer wieder mit Ermutigungen und gutem Zureden. Das Lernen ohne Noten ist so anders und bleibt so viel tiefer und effektiver hängen, dass es mich manchmal richtig wütend macht, wenn Chormitglieder sich dem einfach widersetzen und auch nach mehrmaliger Aufforderung partout ihre Blätter nicht weglegen möchten. Ich übe gerne eine Stelle fünfzig Mal, bis alle sich die vier Takte gemerkt haben. Leider vertrauen nicht immer alle Sänger dieser Taktik und haben Angst, es nicht gut genug zu können. Diese Angst immer wieder zu besänftigen, ist vielleicht die wichtigste Aufgabe des Chorleiters, der sich nach mehr Lebendigkeit im Chor sehnt.

Menschen sehnen sich nach Lebendigkeit

In Momenten, in denen die Angst vor dem Scheitern überwunden werden kann und der ganze Chor wirklich miteinander singt, strahlen alle über das ganze Gesicht. Dann erfüllt sich für die Menschen das, warum sie Teil eines Chores sind.
Ich als Chorleiterin werde dann weniger wichtig. Und das ist meiner Meinung nach auch gut so. Ich bin zwar Lenker und Weichensteller, aber ich möchte, dass der Chor aus sich selbst heraus in seine Kraft, Freude und Intensität findet. Dass sich Dynamik organisch ergibt und der Klang und das Potenzial der Gruppe sich wirklich entfalten können. Natürlich ist das eine utopische Vorstellung, aber in jeder Probe und in jedem Konzertmoment, wo es diese Augenblicke gibt, bin ich froh und beglückt.

Dass in den Chorproben eines lebendigen Chores mehr geschwatzt wird als in anderen, ist vermutlich auch der inneren Unsicherheit aller Beteiligten geschuldet. Ich habe die Hoffnung, dass das irgendwann aufhört, wenn sich alle an das Lebendigsein gewöhnt haben.

Anna Stijohann

Anna Stijohann (http://stimmsinn.de) ist staatlich geprüfte Musikpädagogin und erteilt seit 2007 Gesangs- und Stimmbildungsunterricht für Anfänger und Profis. An der Universität Koblenz hat Anna Stijohann einen Lehrauftrag im Jazz-Popgesang. Sie leitet selbst Chöre und Gruppen für Musik und Theater und stand mit verschiedenen Ensembles als Solistin auf über 200 großen und kleinen Bühnen Deutschlands.
Anna Stijohann absolvierte eine zusätzliche Ausbildung zum „Natural Voice-Teacher“.

12 Kommentare zu Der lebendige Chor

  1. Hallo Anna, der Artikel spricht mir voll aus der Seele.
    Trotzdem muss man differenzieren:
    Bei meiner Ensemble-Arbeit (10-12 Personen) lassen sich Bewegung, Groove-Übungen, gemischtes Stehen, auswendig Singen uns auch das Finden des eigenen Tones bei Grundtonangabe realisieren, weil des Verständnis dazu da ist. Da kann man auch mal verrückte Sachen probieren, Grenzbereiche ausloten.
    Bei meinen Traditionschören ist aber sehr bald die Grenze des musikalischen Verständnisses erreicht. Der freie Vortrag, der für uns „Bühnenmenschen“ kein Problem darstellt, ist für manche Sänger Überforderung pur (ja sogar mit Horror-Vorstellungen verbunden). Man muss hier mit seinen Anforderungen Fingerspitzengefühl bewahren, um niemanden bloß zu stellen.
    Wenn mich ein Perlentaucher in 20 m Tiefe mitnehmen wollte, würde ich auch von vorne weg kapitulieren – für ihn wäre das nur Tagesgeschäft.
    Das wollt ich bloß ergänzen, ansonsten hab ich mich sehr über den Artikel gefreut.
    LG Michl

    • Lieber Michl,
      ich stimme auch Dir vollkommen zu. Fingerspitzengefühl ist hier sicher das A und O. Das Herantasten an meine beschriebene Arbeitsweise hat mit meinem eigenen Chor ungefähr drei Jahre gedauert. Und noch immer gibt es Hürden zu überwinden. Aber langfristiges Dranbleiben und immer wieder die Ermutigung und eben auch die kleinen aber spürbaren „Erfolgsmomente“ zahlen sich aus. Viele Grüße und vielen Dank für Deinen Kommentar!
      Anna

  2. Hallo Anna,
    da gefällt mir viel von dem, was du schreibst. (Nur zwei Stunden lang stehen möchte ich auch nicht… 😉
    Mit meinem Kinderchor (Klassen 2 – 4) habe ich auch mal gewagt, die ganzen weitläufigen Erdgeschossflure unserer Schule einzunehmen: Wir begannen etwa in der Mitte, und jeder sollte sich dann singend nach und nach von dort weg bewegen. Ganz Mutige waren am Ende weit weg — aber der Klang war wunderschön und die Kinder waren von sich begeistert. Das Umhergehen im Raum (auch beim Kanonsingen) erwies sich immer als beliebte Abwechslung durch Bewegung (nach 5 Stunden Unterricht…) und Schritt zum Einzelsingen. Das kleine „Chaos“ wird dadurch allemal aufgewogen.
    Weiter so!
    Gabriele

  3. Hallo Ihr Chorbegeisterten! Habe 19 Jahre im Extra-Chor eines Theaters gesungen,die anfangs Proben waren immer T/B oder S/A bis wir die Bühnenproben hatten! Dann hat´s angefangen Spass zu machen. Spielen natürlich! Aber man hatte ein Sopran, Tenor oder Alt als Partner oder man war von mehreren von diesen Stimmen umgeben, der nächste Kollege vom 1ten Bass stand weit weg!!! Hatte wirklich meine „Probbleme“ in meinem jetzigen Chor mal in einer „normalen“ Choraufstellung zu singen!Da unser Chor erst 6 Jahre besteht, sind wir ziemlich fit weil wir aber auch regelmäßig , Stimmbildner, Choreo-Profis uns einladen und wir einen Musikalischenleiter haben, der Top Fit ist was Zeitgenösisches Chorleben angeht, meine damit was du in deinem Artikel schreibst! Beim Proben wie bei Konzerten in drei oder vier verschiedenen Choraufstellungen usw. Wäre wünschenswert wenn dieser Artikel von vielen die sich nicht trauen oder sonstiges, dieses lesen! Und sich vielleicht schlau machen bei anderen Chören die solche tolle Vorgehensweisen praktizieren! LG, von der Mosel! Mario

  4. Hallo Anna,

    auch wenn der Artikel nun schon ein paar Tage alt ist, ist er eigentlich aktueller denn je.
    In unserem Chor machen wir das hin und wieder beim Einsingen, dass wir die Stimmen mal durchmischen und dann sogar versuchen einen Kanon zum besten zu geben. Dies hat immer sehr interessante Auswirkungen im Chor und es geht definitiv ehr lebhaft zu. Nun hatte ich in einem Männerchor, bei dem ich zur Zeit als Gastsänger aktiv bin, das Vergnügen genau mal eine solche Singstunde mitmachen zu dürfen. Ich fand es eine interessant Erfahrung, bei der man feststellt, wie schwer es eigentlich sich aus seiner persönlichen Komfortzone zu begeben und mal die positiven Aspekte des ganzen Themas zu sehen.
    Übernimmt man nämlich in einem solchen Fall mal die Verantwortung für seine Stimme, so habe ich das Gefühl, lernt es sich sogar leichter, da man nicht versucht sich an die sog. starken Stimmen seiner Lage zu hängen und mitzuschwimmen und damit auch gleich noch deren Fehler mit zu übernehmen, was dem Chorleiter/der Chorleiterin dann wieder viel Arbeit bedeutet diese auszumerzen.
    Also ich werde unserer Chorleiterin vorschlagen, genau öfter mal auszuprobieren um den Chor hier einfach dynamischer wirken zu lassen. Dann klappt es auch, wenn man z.B. bei einer Konzerteröffnung den Chor anstatt klassisch einmarschieren zu lassen mal willkürlich im Saal verteilt und das Anfangsstück zur Verblüffung der Zuschauer völlig losgelöst im Raum klingen zu lassen und während dessen den Chor dann auf der Bühne zu sammeln. Eine schöne Vorstellung.

    Ebenso möchte ich und auch meine Chorleiterin das auswendig singen verstärkt einsetzen, aber leider stößt das ebenfalls nicht immer auf Gegenliebe, aber auch da überlegen wir uns noch was ;-).

    Wie gesagt nochmal Danke für den Artikel, der vieles von dem was ich ich meinem Chor gerne sehen würde enthält und vielleicht sogar eine Lösung für uns aufzeigt.

    Mal sehn, wir bleiben dran.

    Viele Grüe
    Thomas Weber
    Vorsitzender
    Gesangverein Maienquartett 1925
    Frankfurt am Main/Bonames

    • Lieber Thomas Weber,

      vielen Dank für die positive Rückmeldung auf meinen Artikel. Ich kenne die eingefahrenen „bequemen“ Pfade eines Chores gut und auch ich muss mich und meine Chorsänger immer wieder ermuntern ein bisschen mutiger zu sein. Vielleicht wäre es eine gute Idee meinen Artikel auszudrucken und der Chorleiterin mitzubringen? Ein Hinweis, dass das doch interessant klingt, reicht vielleicht schon. Manchmal ist es ja leichter, wenn so ein Impuls von außen kommt und nicht von einem Chormitglied.

      Oder man kann sowas mal bei einem Chorwochenende ausprobieren. Wenn alle wissen, dass es erstmal ein Experiment ist, kann man ja hinterher schauen, was der Chor in seine alltäglich Arbeitsweise übernimmt und was nicht.

      Oder der Chor muss mich mal einladen 😉

      Herzliche Grüße und viel Freude weiterhin beim Singen wünscht,
      Anna Stijohann

  5. Hallo, ich habe deinen Bericht und die Kommentare dazu bewusst nicht durchgelesen. Ich war zwei Jahre sehr schwer krank und sang während des zweijährigen Klinikaufenthaltes nach meinen Möglichkeiten mit großer Freude im Klinikchor. Danach trat ich unserem Dorfchor bei und musste feststellen, das ein Haken und Stechen wie im Berufsleben zu beobachten und erfahren ist. Die merkwürdigen Turnübungen sollen der perfekten Stimmlage dienen. In der Klinik machten wir auch Übungen und sie sollten unserer Entspannung und Freude dienen. Die Lieder müssen perfekt gesungen werden obwohl wir nur im Dorf gelegentlich in der Kirche singen. Fehlt jemand bei der Probe kostet es fünf Euro und böse Blicke der anderen Chormitglider. Dazu müssen permanent Torten, Kuchen u d Kinderbeaufsichtigungen unentgeltlich gebacken und geleistet werden . Wer sich nicht beteiligt wird mir Kommentaren gestraft. Da ich sehr dünnhäutig bin möchte ich mir düsen Terror in meiner Freizeut nicht mehr antun. Dich das eigentliche Singen macht mir Spaß. Warum verbreiten Menschen diesen Stress. In der Klinik dann ich gerne. Es war alles so leicht und keiner verlangte etwas. Im Leben unseres Dorfchores sieht es mehr nach knallhartem Job aus. Kein Wunder, dass nur noch achtzig jährige dort singen. Die wenigen jüngeren Vorstandsmitglieder vergraulen jede jüngere Person. Auch ich habe dazu keine Lust. Gibt es auch Chöre wo man einfach nur singen kann.

  6. Hallo Anna,
    gerade erlebe ich – als Neuzugang in einem ev. Kirchenchor – die verschiedenen Auffassungen…

    So erklärte mir eine alt gediente Nachbarin während des Singens, ich hätte doch „ruhig und diszipliniert“ zu stehen – also grade und möglichst steif.
    Wenn man da bei einer Aufführung so „herum tanze“, das ginge ja gar nicht.
    Den Chorleiter hat es bisher nicht gestört.

    Zunächst war ich etwas verunsichert.
    Ich will ja niemanden vor den Kopf stoßen ABER ich für mich fühle mich „im Mitgehen“ mit der Melodie besser, die Töne kommen leichter und auch in den Höhen besser, der Atem funktioniert besser, wenn man – oder frau – ein wenig mit geht.
    Rhythmus, Energieen, Bewegung, Fließen… das gehört alles zur Musik.
    Sehe ich mir Musiker an, alle – auch wenn ihr Instrument im Sitzen gespielt werden muss – gehen „mit“…
    In dieser Richtung verstehe ich auch diesen Beitrag.
    Und…
    vielleicht ist es ja gar nicht so, dass ich mich anpassen muss und stocksteif stehend singen, sondern es kommt Bewegung in den Chor 😉

    Danke für die Ausführungen!

    LG
    Alexandra

  7. Liebe Alexandra, vielen Dank für Deinen Kommentar. Jeder Mensch hat andere Bedürfnisse, aber das Bedürfnis nach Lebendigkeit ist uns wohl allen gemein. Immer mehr Chöre kommen in Bewegung und das freut mich. Das ruhige Stehen mit Noten ist nicht generell schlecht. Ganz wenige tolle Chöre schaffen es, auch in völliger Ruhe plastische, lebendige und „körperliche“ Klänge zu erschaffen. Es erscheint mir jedoch leichter, einen direkten und eben auch körperlichen Zugang zu Stimme und Musik zu bekommen, wenn Bewegung ins Spiel kommt. Da liegt noch viel Potential brach und es wäre doch toll, wenn mehr Menschen von Chormusik „bewegt“ werden. Weiterhin viel Freude beim Singen, wünscht Anna Stijohann

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