Buchrezension: Chorgesang in Deutschland

Artikelbild Chorgesang in Deutschland

200 Jahre Laienchorgesang in Deutschland: Autor Hartmut Lutschewitz berichtet in der aktualisierten Auflage von „Chorgesang in Deutschland“ über die historische Entwicklung der Chormusik und die aktuelle Lage.

Historische Entwicklung des deutschen Chorgesangs

1809 entwickelt Carl Friedrich Zelter die Idee der ersten Liedertafel und schickt damit die Laienchorbewegung auf einen langen und manchmal steinigen Weg. Die Berliner Liedertafel von Zelter etabliert einen neue Art des Männerchores, der vierstimmig singt und als erster Chor unabhängig von Kirche oder Oper ist. Singen war in den Anfangszeiten übrigens reine Männersache. Erst später entstanden erste gemischte Chöre.
Die Zahl der Männerchöre wuchs anschließend rasant an und schnell gründeten sich Verbände, um die Interessen der Chöre zu vertreten. 1843 gründete sich der sich der Thüringer Sängerbund und 1862 wird in Coburg der Deutsche Sängerbund aus der Taufe gehoben – heute der älteste Musikverband weltweit.

Diese historische Entwicklung des Laienchorgesangs mit all seinen Höhen und Tiefen beschreibt Hartmut Lutschewitz in seinem Buch. Auch die größere Krise im Jahr 2000 bleibt darin nicht unthematisiert.

Buch Hartmut Lutschewitz: Chorgesang in Deutschland
Hartmut Lutschewitz: Chorgesang in Deutschland

Besonderheiten der zweiten Auflage

Begann diese Entwicklung allein mit Männerchören, haben diese gerade heute mit dem Problem der Überalterung und Mitgliedsschwund zu kämpfen. Diverse Überlebenstipps dazu gab es ja auch auf chor-heute.de schon. Und so beschäftigt sich das Buch auch mit dem Hier und Heute, veränderten Strukturen im Verein und der Fusion des Deutschen Arbeiter Sängerbund und dem Deutschen Sängerbund zum Deutschen Chorverband im Jahr 2005.
Fünf Jahre nach der Erstauflage in 2012 klärt das Buch, ob die durch die Fusion entstandene Aufbruchstimmung angehalten hat. Auch auf Neues wie Mitmach-Singen und mögliche Alternativen von Chören, die sich unter dem Dach eines „alternden“ MGV anbieten, geht das Buch ein.

Blick ins Buch: Chorgesang in Deutschland
Blick ins Buch: Chorgesang in Deutschland

Fazit + Verlosung

Auf über 130 Seiten bietet Hartmut Lutschewitz einen umfassenden Einblick in die Geschichte des deutschen Chorgesangs und dessen aktuelle Entwicklung. Die schon sehr detaillierten Informationen im eigentlichen Buchtext werden durch Fußnoten auf vielen Seiten noch zusätzlich aufgewertet.
Bereits das Buch „Vereinsmarketing – was Gesangvereine erfolgreich macht“ vom gleichen Autor konnte durch einen großen Informationsgehalt überzeugen. Chorgesang in Deutschland steht dem nicht nach.

Das Buch ist über den Buchhandel erhältlich, kann aber auch bei Amazon (Partnerlink) bestellt werden. Wir verlosen auch dieses Mal wieder unser Rezensionsexemplar unter allen Kommentaren dieses Beitrags. Schreiben Sie etwas über Ihren Chor, wie alt er ist und welche Entwicklung er gerade vollzogen hat oder gar vollzieht.
Wir freuen uns über viele interessante Geschichten und Erfahrungen.

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